Nationalfeiertag in Frankreich


Am Wochenende des 13./14. Juli 2019 wurde in Frankreich der Nationalfeiertag der französischen Revolution gefeiert – nicht nur unsere Bundeskanzlerin reiste nach Frankreich, auch unser Verbandsvorsitzende Wolfgang Wimmer. Dieser aber nicht zu den Feierlichkeiten nach Paris, sondern nach Luxeuil les Bains in das Dojo von Patrice Merckel. Iaido stand hier auf der Agenda. An zwei Tagen übten sich die Teilnehmer in dieser Budokunst im Muso Jikiden Eishin Ryu (und hier die Sätze Bangai-no-Bu und Toho), sowie auch im Shingitai Ryu, aber auch in der Tachiuchi-no-Kurai (am Sonntag). In den vergangenen Jahren war es bei diesen Lehrgängen oftmals sehr heiß, dieses Mal waren die Temperaturen erträglicher.

Bei Ankunft am Freitag nützen Wolfgang und Catrin die Gelegenheit, mit Patrice und Valerie erste Sondierungs- und Abklärungsgespräche für einen größeren Verbandslehrgang in Frankreich zu führen und die Eckepunkte abzuklären, ebenso aber auch jüngste Ereignisse Shingitai Ryu auszutauschen. Gerade im letzten Punkt ist hier eine enge Verbindung zwischen Myriam Dimayuga, Dominique Bosc, Yves Ramaeckers, Patrice Merckel und Wolfgang Wimmer.

Am Samstag fanden sich dann die Teilnehmer in der Sporthalle Beauregard ein und nach einer kurzen Begrüßung und Erwärmung startete der erste Seminartag. Die einzelnen Formen wurden, Schritt für Schritt, geübt, zum Teil zwecks intensiver übung der mitunter komplexen bzw. schwierigen Bewegung in Einzelteile zerlegt und anschließend als Gesamtform wiederholt. Immer wieder konnte Wolfgang hier den Teilnehmern, neben geschichtlichem Hintergrund auch praktische Interpretationen liefern. Auch ließ er die Teilnehmer an seinen persönlichen Lehrlingsjahren unter seinem 2017 verstorbenem Sensei. Hanshi Allan Tattersall, teilhaben und lockerte die Atmosphäre auch mit der einen oder anderen Anekdote von und mit Allan auf.



Gleich verhielt es sich im Shingitai Ryu – gegründet von Patrick Dimayuga. Sowohl Patrice als auch Wolfgang konnten hier den Teilnehmern Entwicklungsphasen des entwickelten Iaidostiles von Patrick aufzeigen.

Am Samstag abend lud Patrice die Teilnehmer zur ersten Feier in sein neues Heim ein. Patrice hatte die letzten 6 Monate damit zugebracht, einen alten Hof, der seit 5 Jahren unbewohnt war, umzubauen. In geselliger Runde zeigte er zuerst seine Umbaumaßnahmen und im Anschluss erfreute man sich bei leckerem Grillgut, Salaten, mitgebrachtem deutschen Kellerbier und französischem Wein dem gedanklichen Austausch.

Am Sonntag früh startete das Seminar im Dojo von Patrice mit der Tachiuchi-no-Kurai – der praktischen Anwendung von Iaidobewegungen, ausgeführt mit Bokken. Sehr intensiv wurde sich den einzelnen Bewegungen, sowohl von Uke, als auch Tori gewidmet, so dass am Ende jeder die vermittelten Formen gänzlich verstanden und intus hatte.



Viel zu schnell verging die Zeit und ehe man sich versah, war es auch schon wieder Zeit „a bientót“ zu sagen und Catrin und Wolfgang machten sich auf die Heimreise.



Text und Bilder: VaK e.V.

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