Drittes Shibu Taikai
Dai Nippon Butoku Kai Germany Branch
1. Fight for Life Seminar
am 10./11. November 2012
bei der Jiu Jitsu und Karate Schule Penzberg e.V.



 

Shihan-Dai Wendy Carroll, wie wir sie kennen und liebten


Am Wochenende des 09. bis 11. November 2012 fand in Penzberg das nunmehr dritte Shibu Taikai ("großes Treffen") der Dai Nippon Butoku Kai - Germany Branch, die deutschen Mitglieder im DNBK, statt. Dieses Mal wurde es, erstmals in der bisherigen DNBK-Geschichte, kombiniert mit einem weltweit durchgeführten "Fight for Life" Seminar (ausgerichtet vom Verband asiatischer Kampfkünste e.V. und Idokan Europa e.V.) - einer Veranstaltung, deren Erlös weltweit dem Kampf gegen den Krebs zugute kommt. Der deutsche Repräsentant hatte sich, nach Beratung mit den DNBK Titelträgern, dafür entschieden, den Erlös der deutschen Veranstaltung der Stiftung "Deutsche KinderKrebshilfe" der Deutschen Krebshilfe e.V. zugute kommen zu lassen.

Ideengeber dieses Fight for Life war Kyoshi Kevin Walsh aus Australien. Im Jahr 2010 veranstaltete dieser das erste Seminar dieser Art - Hintergrund war hier die schwere Erkrankung von Shihan-Dai Wendy Carroll, die leider vor kurzem an dieser Krankheit verstorben ist. Bei diesem Seminar in Melbourne war, neben unserem Verbandsehrenpräsident auch Rainer Marb, Johann Bobinger, Martin Mittermeier und Hanshi Patrick Dimayuga eingeladen.



Wie im letzten Jahr, machten sich Budoka aus ganz Deutschland auf den (mittlerweile) bekannten und weiten Weg nach Penzberg - einige trafen schon am Freitagabend ein, um an der Jahreshauptversammlung des VaK dabei zu sein. Neben den diversen Punkten war natürlich ein Punkt die aktuellen Geschehnisse innerhalb des VAK und DNBK. Danach traf man sich in der Stuben des Freizeithotels "Waldsch�nke" um Hunger und Durst zu stillen und um nette und lustige Gespräche zu führen.



Am Samstag und am Sonntag fand dann der Lehrgang statt, der vom deutschen DNBK Repräsentanten, Shihan Wolfgang Wimmer, in alleiniger Selbstregie, mit "Vorort-Unterstützung" der Penzberger um Rudi Gabert organisiert worden war. In diesem Jahr stand die Shibu Taikai im Zeichen des �Fight for Life�. Die Besonderheit hier war, dass der gesamte Erl�s aus diesem Lehrgang der Deutschen Kinderkrebshilfe zugutekommt. Au�erdem gingen die Gedanken auch immer wieder an die k�rzlich an Krebs verstorbenen Mitglieder der DNBK International Division, die vielen der Teilnehmer auch pers�nlich bekannt waren. Doch trotz des ernsten Hintergrundes stand der Spass auf der Matte im Vordergrund. So startete am Samstag das Training. Nach der Begrüssung der Teilnehmer und offiziellen Eröffnung verlas Renshi Haumüller die Begrüssungsworte von Hanshi Hamada, Vorstand der Internationalen Abteilung und zugleich Vizepräsident der DNBK. Im Anschluß wurde diese Veranstaltung mit der Harai-no-Gi, der Eröffnungszeremonie, gestartet. Kyoshi Wimmer, Renshi Haumüller, Stefan Reindl, Renshi Alexander Neidhart, Renshi Rolf Gerisch, sowie Ulrich Herbertz führten diese durch. Nach dem ber�hmten Aufw�rmen � la Moni, allerdings in stark verk�rzter Form, verteilten sich die Teilnehmer auf die drei vorgesehen Trainingsfl�chen. Zur Freude der Teilnehmer stand es jedem frei, sich nach Interesse und nicht nach Graduierung die Einheiten auszusuchen.

Als Referenten bei diesem Shibu Taikai standen zur Verfügung
  • Kyoshi Wolfgang Wimmer, dt. Repräsentant des DNBK
  • Renshi Thomas Haumüller
  • Renshi Rudolf Gabert
  • Renshi Rolf Gerisch
  • Norman Goly
  • Martin Mittermeier
  • Horst Brenner
  • Bernd Bichmann
  • Stefan Reindl
  • Josef Holzmann







Im Karate-Do, geleitet von Renshi Gerisch und, in Kombination, Sensei Reindl und Sensei Holzmann wurde der Schwerpunkt auf verschiedene Kata gelegt. Anhand dieser Kata wurde das Bunkei herausgearbeitet und detailliert den Teilnehmern nähergebracht.

 
 

Sensei Bichmann lehrte im Judo Wurf- und Haltetechniken, sowie den Übergang vom Stand in den Boden. Ebenso war Lehrinhalt die Befreiung in der Bodenlage.



Jiujitsu, und hier das Myo Shin Ryu, gelehrt von Kyoshi Wimmer, sowie das Yoshin-Ryu, gelehrt von Rudi Gabert (zusammen mit Sensei Horst Brenner) brachte den Teilnehmern die Bewegungen der "sanften Art" näher.... Ist dieser Satz allen "weichen" Budokünsten zuzurechnen - aber gerade hier erschliesst es sich dem Übenden..... Technik nicht Kraft! Beide Referenten konnten, einmal wieder, die Teilnehmer durch die Leichtigkeit ihrer Bewegungen in den Bann ziehen.




Exzellent in seinen Ausführungen mit grossem Wissen und Fachkompetenz, immer ein Lächeln auf den Lippen, lehrte Renshi Haumüller Aikido. In seiner gewohnten, freundlichen und stetig bemühten, hilfsbereiten Art gelang es Thomas allen Teilnehmern die Aiki-Prinzipien nahezubringen. Mit einem Minimum an Aufwand - maximales Ergebnis.



Im Aiki-Jo, hier unterstüzt von Renshi Haumüller, lehrte Kyoshi Wimmer den Umgang mit dem Jo in der Partner- und Einzelanwendung



Die Budokunst des Iaido wurde auch gelehrt von Kyoshi Wimmer. Hier wurden Formen des Muso Jikiden Eishin Ryu gelehrt, hier Formen aus Seiza-no-Bu und Iwaza-no-Bu. Wolfgang legte den Schwerpunkt auf die richtige Ausführung von Grundbewegungen und wurde nie müde, Fragen der Teinehmer zu beantworten.




Renshi Gerisch lehrte die Teilnehmer in einer weiteren Einheit Kobudo und brachte den Teilnehmern die trad. japanischen Waffen näher.



Martin Mittermeier, wie immer mit einem Lächeln auf den Lippen und flinken Beinen, lehrte Taekwondo - mit Begeisterung waren alle dabei!

Norman Goly zog mit der Kunst des Kyushu-Jitsu alle in seinen Bann und brachte so manches Lächeln in das Gesicht des einen oder anderen.



Alle Referenten konnten mit ihrer reichhaltigen Erfahrung und Wissen dieses Seminar bereichern und den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite stehen. So konnte jeder Referent individuell auf die Teilnehmer eingehen und gewisse Prinzipien vermitteln.



Nach dem ersten Seminartag traf man sich zum gemeinsamen Dinner in der nahe der Waldschänke gelegenen Jägerstuben. Im Rahmen dieses bedankte sich Shihan Wimmer mit einem Geschenk bei den Referenten für ihre Tätigkeit - alle Referenten verzichteten auf eine Lehrgebühr und Fahrkosten bzw. spendeten diese gleich wieder zurück, zur Unterstützung des Seminarzieles.



Der Abend ging noch bis weit in die Nacht und es reihten sich Ansprachen und Gespräche unter den Teilnehmern aneinander und am Sonntag ging es analog weiter mit dem Shibu Taikai.

Einig waren sich sowohl Ausrichter, Orga, Referenten und Teilnehmer - ein wirklich gelungenes Seminar!






Dojos die durch ihre Teilnahme die Spendenaktion zugunsten der Stiftung "Deutsche KinderKrebshilfe" unterstützten +++

Text/Bild: Germany Branch DNBK

 

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