Besuch von Hanshi Dimayuga
Teil 6 - Nürnberg
11.10.2011




Für den letzten Besichtigungstag mit unseren französischen Freunden hatte sich Rainer Marb, der hier auch mit seiner Frau Hannelore dabei war, etwas spezielles einfallen lassen - eine in französischer Sprache durchgeführte Besichtigungstour in Nürnberg.

Nürnberg, eine kreisfreie Stadt im mittelfränkischen Regierungsbezirk, ist mit über 500 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Bayerns. Im Ballungsgebiet (dazu gehören neben Nürbnerg noch Fürth, Erlangen und Schwabach) leben 1,2 Mio Menschen.

Wir trafen mit den Autos am Nürnberger Hauptbahnhof ein und trafen, nachdem wir unsere Fzg. geparkt hatten, mit unserer Reiseleiterin zusammen. Sie führte uns, beginnend vom Hauptbahnhof durch den Handwerker Hof an der Stadtmauer, vorbei am Haus der Kunst, zuerst zur Lorenzkirche, gelegen in der Fußgängerzone.

Diese Kirche wurde zwischen 1243 und 1315 gebaut, auf den Grundmauern einer Kapelle, die dem "heiligen Lorzen zum heiligen Grab" geweiht war. 1943 wurde diese Kirche leider von Bomben getroffen und erheblich zerstört, eine 2. Bombe (1945) bringt das gesamt Dach zum Einsturz - es sollte aber bis in das Jahr 1952 dauern, bis der erste Gottesdienst in der wiederhergestellten Kirche stattfinden konnte. In dieser Kirche sind sehr schöne Glasfenster zu bewundern, aber auch andere Kunstwerke, wie z.b. Engelsgruß und das Sakramentshaus.

Weiter ging es danach über die Pegnitz zum "Christkindlesmarkt" bzw. Markt mit dem Wunschbrunnen mit goldenen Ring, ein markantes Wahrzeichen der Stadt Nürnberg - nicht nur zur Weihnachtszeit.

Impressionen unserer Besichtigungstour in Nürnberg ++++++
  


Es folgten Besichtigungen des Heilig Geist Spitals, Düherhaus bis letztendlich unserer letzten Etappe vor dem Mittagessen, welches wir planmäßig im Hexenhäusle einnehmen wollten. So nahmen wir den Burgberg "in Angriff" und besichtigten das markantestes Wahrzeichen Nürnbergs - die Nürnberger Burg.

Diese besteht aus der Kaiser- und Burggrafenburg und wurde, nach dem 2. Weltkrieg in historischer Form wieder aufgebaut. Erstmals erwähnt wurde die Burg in der Urkunde Kaiser Heinrichs III aus dem Jahr 1050. Während des Dreißigjährigen Krieges war Nürnberg und deren Umgebung über mehrere Jahre Schauplatz der Kriegsparteien und dauernden Stellungskriege - allerdings wurde die Burg selbst nie erobert.

Nach der Machtübernahme der NSDAP 1933 diente diesen die Burg während der jährlich stattfindenden Reichsparteitage als symbolische Kulisse und Unterkunft für hohe Staatsgäste. In den Jahren 1944/45 wurde sie allerdings auch beschädigt.

Von "oben" hat man einen wunderbaren Überblick über die Stadt Nürnberg und Umgebung - etwas erschöpft von dem vielen Laufen stärkten wir uns dann im Hexenhäusle, ein am Fuße der Burg gelegenem kleinen Restaurant, welches seinem Namen alle Ehre macht!

Zurück zu unseren Fahrzeugen kamen wir auch am Henkerturm und -steg vorbei, der seinen Namen von dem früher dort lebendem reichsstädtischen Henker hat.

   

Danach stand das Reichsparteitagsgelände mit Aufmarschstraße, Kongreßhalle und Dokumentationszentrum als Abschluß auf unserem Plan. Von 1933 bis 1938 fanden hier die Reichsparteitage der NSDAP statt. Gebaut wurde es nach Plänen von Albert Speer. Nach dem 2. Weltkrieg wurden gerade die verherrlichenden Dinge zerstört und die Anlage auch von den US-Streitkräften benutzt. Schockiert war Patrick darüber, daß; das Gelände völlig frei ist und auf dem Platz davor Fzg. geparkt werden, Tourenmeisterschaften stattfinden und Fahrschulen ihre Übungen fahren....

Gerade hier, unter dem spürbaren Eindruck der Geschichte und dieser dunklen deutschen Epoche, aber auch den Bildern aus der NSDAP Zeit führten Patrick und Wolfgang lange Gespräche über diese Zeit. Aber gerade in diesem Dialog war die gleiche Einstellung beider über diese Zeit spürbar und auch, daß Frankreich und Deutschland trotz dieser Zeit und Geschichte sich wieder genähert haben und sich Freundschaften entwickelt haben.

Nachdem der Tag vorangeschritten war und wir die Heimreise angetreten hatten, hatte Rainer mit Hannelore noch eine Überraschung parat - eine Einladung in ihr Haus zum gemeinsamen Essen - hier wurden nicht nur die Ereignisse des heutigen Tages, sondern der ganzen Woche in lustiger Runde besprochen....aber auch dieser Tag näherte sich allzuschnell seinem Ende....


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-Teil 5 (Neuburg/Kelheim/Training Budokan Saal e.V.)
-Teil 6 (Nürnberg)
-Teil 7 (Good bye...)

Bild & Text: Germany Branch DNBK


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