Internationaler Idokan Lehrgang
vom 18. - 21. Juni 2011
in Athen & Amarynthos / Griechenland



Nach langer und intensiver Planung und Vorbereitung fand in der Zeit vom 18.-21. Juni ein internationales Budoseminar in Athen / Griechenland statt. Hierzu reisten aus Deutschland neben den Idokan+VAK Mitgliedern auch der 1. und 2. Vorsitzende des VAK, Wolfgang Wimmer und Thomas Haumüller an.

Ausrichter dieses Budoseminares war Idokan International, vertreten durch den Organisator vor Ort, Shihan Ditmar Schmidt, Idokan Europa, vor Ort vertreten durch dessen 1. Vorsitzenden, Josef Holzmann, sowie Idokan Greece mit Sarantis Theodosiou.

Als Referenten standen bei diesem Seminar zur Verfügung
  • Dietmar Schmidt, 8. DAN (Karate, Griechenland
  • Rudolf Gabert, 8. DAN (Jiujitsu/Ido, Deutschland
  • Wolfgang Wimmer, 7. DAN (Hanbojitsu, Iaido, Deutschland)
  • Thomas Haumüller, 5. DAN (Karate/Aikijitsu, Deutschland)
  • Roland Herlt, 5. DAN (Modern Arnis, Deutschland)
  • Adam Adamski, 5. DAN (Aikido, Polen)
  • Ralf Notter, 4. DAN (Modern Arnis, Deutschland)
  • Artur Marchewka, 3. DAN (Karate, Polen)
  • Martin Mittermeier, 3. DAN (Täkwondo/Qigong, Deutschland)
  • Nick Tsoupakis, Sifu (Tai Chi Chuan, Griechenland)
  • Spiros Koukouletas, 2. DAN (Hapkido, Griechenland)
  • Christos Zerulis, 2. DAN (Judo, Griechenland)
  • George Avgeris, 1. DAN (Judo, Griechenland)
die in ihren Einheiten einen Einblick in die von ihnen praktizierten und gelehrten Budoküenste gaben.

Für die deutsche, polnische und Teile der griechischen Gruppe hiess dies...morgens um 6 h aufstehen, 7 h Abfahrt mit dem Bus, 2 1/2; Std. Busfahrt zur Lehrgangshalle, Seminar bis 16.30 bzw 16.oo h (SO) und dann in ebenso 2 1/2 Std. wieder zurück nach Amarynthos, unserer "Residenz".



Bei Temperaturen von ca. 34 Grad im Freien und gefühlten 40 Grad in der alten Olympiahalle wurde sowohl den Referenten aber auch den Teilnehmern einiges abverlangt. Trotzdem waren alle mit vollster Aufmerksamkeit und Konzentration dabei um das gelehrte praktisch umzusetzen. So reihte sich Übungseinheit an Übungseinheit, Samstag wie Sonntag und erschöpft, aber zufrieden wurde jeweils der Lehrgangstag in Amarynthos bei griechischen Speisen und Getränken im Kreise der Idokan/VAK Mitglieder und Freunde beschlossen.

Was wäre ein Besuch in der Hauptstadt Griechenlands ohne den Besuch deren Hauptsehenswürdigkeit und Attraktion.....der Akropolis. Oder anders gesagt....wenn wir schon mal in Athen waren, wollten wir nicht versäumen, die Akropolis zu besuchen und deren Geschichte einzuatmen.

Zu Athen selbst......
dies ist die Hauptstadt Griechenlands (altgriechisch Athina), wurde vor ca. 5000 Jahren besiedelt und ist die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt des Landes mit ca. 4 Mio. Einwohnern (zusammengerechnet mit allen Regionalbezirken Athens.

Die Stadt wurde seit ca. 5000 Jahren kontinuierlich besiedelt und ist damit eine der ältesten Siedlungen und Städte Europas - 1985 wurde sie Kulturhauptstadt Europas.

Athen war in der klassischen Zeit Ort der attischen Polis. Die in dieser Zeit (5. Jhd. v. Chr.) entstandene attische Demokratie ist in universalgeschichtlicher Sicht die frühe Vorläuferin einer auf das Prinzip der Volkssouveränität gegründeten politischen Ordnung.

Die Stadt Athen liegt in der weiträumigen Ebene der Landschaft Attika mit den Flüssen Ilisos und Kifisos und ist an drei Seiten von Gebirgszügen (Hymettos, Pentelikon und Parnes) umgeben, die vierte Seite öffnet sich zum Meer (Saronischen Golf).

Der Sage nach buhlten die Göttin Athene und der Meeresgott Poseidon um die Gunst der Bewohner der damals noch namenlosen Stadt. Beide sollten den Einwohnern je ein Geschenk machen; wer der Stadt das schönste Geschenk machte, sollte zum Namenspatron auserkoren werden. Poseidon schenkte der Stadt einen Brunnen. Dieser spuckte jedoch nur Salzwasser. Athenes Geschenk war ein Olivenbaum. Dieser spendete Nahrung, Olivenöl und Holz. Somit gewann Athene das Duell, und die Stadt wurde folgerichtig nach ihr benannt. Mit diesem sagenhaften Gründungsmythos wollten die antiken Stadtväter schon damals ihren späteren Hang zum pragmatischen Handeln historisch begründen.

Nach einer Überlieferung wurde Athen von König Kekrops gegründet, weshalb Kekropia ein alter Name Athens ist.

Unter Führung von Eva (DANKE an dieser Stelle nochmals!) machten wir uns, damit gemeint sind 15 aus Deutschland, auf und kämpften uns durch den Dschungel der Strassen und dem (sehr sauberenen!!) U-Bahn-Netz, bis wir schliesslich genau an der Station AKROPOLIS und am Fuss dieser aus dem U-Bahn Bereich gingen.

Was gibt es über die Akropolis und deren Geschichte zu erzählen......
Der Name bedeutet "Oberstadt von Athen" und ist sicherlich das bekannteste Wahrzeichen Athens. Wenn von "der Akropolis" die Rede ist, ist die Athener Akropolis mit ihren bemerkenswerten Gebäuden gemeint ist. Den ältesten Teil der Stadt Athen ließ Perikles nach der Zerstörung durch die Perser unter Leitung des berühmten Bildhauers Phidias von den Architekten Iktinos und Kallikrates sowie Mnesikles neu bebauen. Auf einem flachen, 156 Meter hohen Felsen stehen die zwischen 467 v. Chr. und 406 v. Chr. erbauten Propyläen, das Erechtheion, der Niketempel und der Parthenon-Tempel, in dem eine Statue der Göttin Athene gestanden haben soll. Eine Kopie derselben steht im Akropolis-Museum in Athen.







In der mykenischen Zeit war die Akropolis der Sitz der Könige, die Schutz- und Zwingburg der Stadt. Später, im demokratischen Athen, wurde sie als Sitz der Götter ausgebaut und verlor ihre Verteidigungsfunktion. 480 v. Chr. wurde der Haupttempel der Akropolis bei der Einnahme der Stadt Athen durch die Perser zerstört, was zu einem Wiederaufbau und Fortführung der Bauten der Akropolis führte.

Während der verschiedenen Geschichtsperioden war die Akropolis oftmals im Mittelpunkt bzw. wurde auch zeitweise wieder als Verteidigungsanlage genützt (im 6. Jahrh. durch die Byzantiner, Eroberung der Kreuzfahrer im 13. Jahrh., Eroberung durch die Osmanen 1456, Belagerung durch die Venezianer 1687). Die damit einhergehende Zweckänderungen und Zerstörungen gipfelten 1801, als der britische Botschafter, in Konstantinopel, Lord Elgin, einen Groß des Skulpturenschmuckes des Pantheon sowie eine Kore vom Erechtheion, Reliefs vom Niketempel und andere Teile nach London bracht.

Die Akropolis in Athen ist seit 1986 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Nach Theodor Heuss ist die Akropolis neben Golgota und dem Kapitol einer der Hügel, auf denen Europa gründet. Der griechische Staat hat aus dem selben Grund die Akropolis mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.

Bei großer Hitze besichtigten wir diese Anlage und kehrten, erschöpft, müde aber zufrieden nach Amarynthos zurück.



Sehr zur Freude der in Amarynthos ansässigen Gruppe fand vom 20.-21. Juni das sogenannte Strandtraining statt. Unsere Pension lag unmittelbar am Strand, zu Fuss 40 m zu gehen und schon versank man in dem Sandstrand und konnte nach weiteren, wenigen Schritten ins kühle Nass eintauchen.

Manch einer erhoffte dort einen Schuh und teure Sonnenbrille zu finden, eine Suche zu der man natürlich zuvor, als gewissenhafter und erfahrener Mensch, sein Handy ablegte :-)

Aber es soll ja an einem Abend, nach dem Besuch einer griechischen Taverne und dem Genuss diverser Getränke und Feiern bis 2 h morgens vorgekommen sein, dass manche übermütig, vollständig bekleidet und völlig freiweillig mit Schuhen, Sonnenbrille und Handy ins Meer gingen....bestimmt nur Gerüchte....:-))

Wurde uns für diese beiden Tage hohe Temperaturen prophezeit, so merkten wir bald, das damitnicht unbedingt die Körpertemperatur der Teilnehmer gemient war, vielmehr herrschten 39 Grad und mehr am Strand!



In Trainingseinheiten von jeweils 50 min. wurden die Künste des Täkwondo, Modern Arnis, Capoeira, Aikido, Aikijitsu, Hanbojitsu geübt, sowie in Interessengruppen Ido, Iaido und Shin-Ai-Do Karate. Eine schweisstreibende, interessante, lehrreiche und durch Martins Strandparcour mit Meerflucht in Budokleidung, auch erfrischende Angelegenheit.

Trotz grosser Hitze hielten die Teilnehmer bis zur letzten Einheit "Capoeira", die "Flo" spontan aufgrund des Ausfalles dieses Referenten übernahm, durch. Danach folgten die Flucht "ins kühle Nass" bis man sich ca. 4 Std. später beim "Farewell Dinner" in einer an der Meerpromenade gelegenen Taverna traf und den Abend typisch griechisch gestaltete....

Der darauffolgende Tag stand zur freien Verfügung....Strand, Sonne, Meer... und am Donnerstag trat die gesamte deutsche Gruppe die Heimreise nach München an, beginnend mit einer 2 1/2 stündigen Fahrt zum Flughafen in Athen.

Zusammenfassung / Managerfassung:
viel Sonne, sehr heiss, anstrengend, nette Leute, neue und alte Freunde und Freundschaften, Spassfaktor 1+, muss man unbedingt dabei gewesen sein...





 
Text: Bushido-Kai
Bilder: Bushido Kai und JJ u. Karate Schule Penzberg

Beitrag auf myheimat.de
Teil 1 - Wochenendseminar
Teil 2 - Athen und Akropolis
Teil 3 - Strandseminar

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